Hand-Arbeit. Haus und Garten. Reisen. Camping.
27. Oktober 2018
"Reisen
bedeutet Unrecht zu haben,
mit dem was sie über andere Länder denken."
Heute begrüße ich Dich mit diesem nachdenkens-werten Zitat von Aldoux Huxley.
Sei willkommen an Bord auf unserer unglaublich schönen Reise durch Albanien.
Bist Du bereit für neue Abenteuer? Perfekt. Wir auch.
Wir verlassen die serpentinenreiche Straße und schlagen in Sarande auf.
Sarande.
Dies klingt beim langsamen Aussprechen ein bißchen orientalisch.
Bereits im vergangenen Jahr bereisten wir Albanien und besuchten interessiert die antiken Ausgrabungen. Besonders gut hatte mir die Synagoge gefallen.
Dieses Mal wenden wir uns dem Jetzt zu.
Der Asphaltcamping ist an sich nicht besonders attraktiv. Doch dies wird durch die herzliche Frau Camping mehr als wettgemacht
. Auch die ungewöhnliche, tolle Lage gefällt uns sehr. Direkt an der Mündung des Flusses Bistrica in das Ionische Meer. Dies war nicht immer der Fall. Ursprünglich mündete der -- brhh eiskalte -- Fluß in den Butrintsee, wurde aufgrund landschaftsoptimierender Maßnahmen in 1958 umgeleitet.
Um im Meer schwimmen zu können ist zuerst, der in den Bergen entspringende, ungefähr brusttiefe Fluss zu durchqueren. Wie gesagt: Eiskalt die Schmerzgrenze austestend. Nur wer sich bei dieser Aufgabe bewährt, wird mit einem herrlichen Bad im Meer belohnt und kann sich erst mal aufwärmen.
Wir genießen einen wunderschönen Sonnenuntergang mit Postkartenromantik.
Das Städtle ruft. Wir werden unserem Ruf als stets vorbildliche, brave Touristen gerecht und bummeln etwas umeinander.
Es herrscht rege Bautätigkeit für massenhaft erwartete Feriengäste, nicht unbedingt einfallsreich die dazu gehörige Architektur.
Na gut, das genügt.
Wir bummeln gemächlich durch die warme Sommernacht zum Camping zurück.
Bett, wir hören dich verheißungsvoll flüstern.
Wer hat den Schlüssel? Ach, habe ich doch.
Das Bett ruft uns nun ganz laut und deutlich.
Oh.
Was ist hier los?
Qek Margot ist richtig. Schloss ist richtig. Schlüssel ist richtig.
Alles stimmt. Ist nicht wahr. Nichts stimmt.
Wurde das Schloss etwa , im Schutz der Dunkelheit, manipuliert?
Alles sehr mysteriös. Und sehr dunkel. Wir sehen gar nicht was wir hier rumfummeln und schaffen, ohne es zu schaffen. Licht muss her!
Wo sind die Stirnlampen?
Richtig. I m Wohnwägele.
Ob s´Nachbars mit Licht aushelfen könnten. Wir sind im tiefsten Ausland, verstehen uns aber gleich beim ersten Wort. Schwoba Driffd mo überall, gell.
Hach, mit Licht sieht das gleich anders aus. Heißt jedoch nicht, dass wir mit einem Erfolgserlebnis aufwarten können.
Frank hat eben die zündende Idee im Kofferraum des Autos nach eventuell vorhandenden Werkzeug zu schauen, präsentiert strahlend - die helle Lampe macht´s - sein klitzekleines Miniwerkzeugschächtele.
Mit Erfolg brechen wir bei uns selbst ein. Nein, zu Bett gehen wir nicht.
Mit s´Nachbars sitzen wir noch einige Stunden zusammen.
Hurra!
Wir haben wieder ein Abenteuer auf unserer Liste.
1. Alles, alles zur Straße tragen und Margot hochhieven
(Teil III)
2. Ein Gesetzeshüter wird im Handumdrehen zum
Ganoven
3.
Nein, nicht Drittens. Schluss. Aus fertig. Gute Nacht.
Hast Du auch schon herzhaft - hinterher - über unerwartete Herausforderungen gelacht?
Erzähl doch...